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Stadtilm red Arrowwww.stadtilm.de
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Stadtilm liegt als lang gestreckter Ort am Ufer der Ilm, in etwa da, wo der Fluss den Durchbruch durch die Muschelkalkschichten der Ilm-Saale-Platte 
beginnt. Die Flora der umliegenden Gebiete beinhaltet einige unter Naturschutz stehende Pflanzen wie zum Beispiel die Silberdistel oder den seltenen
Frauenschuh. Links der Ilm umgeben Sperlingsberg und Weinberg die Stadt, auf der rechten Seite befinden sich Buchberg und Haunberg.

Die ersten Beweise menschlicher Siedlungen bei Stadtilm sind auf ca. 1200 - 700 v. Chr. datiert: Auf dem nördlich von Stadtilm gelegenen Haunberg
wurden Gefäßscherben aus der Spätbronzezeit gefunden. Schätzungen zufolge stammen die Ursprünge der heutigen Ansiedlung aus der Zeit um das
5.Jahrhundert. Eine Erwähnung der Stadt ist in einer Urkunde des Kloster Reinhardsbrunn zu finden, die auf den 14. September 1114 datiert ist.

 

Stadtilm

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Die sieben Wunder Stadtilms

Als (nicht unbedingt ernst gemeinte) Anlehnung an die Sieben Weltwunder, bezeichnet sich Stadtilm seit dem Mittelalter oft als „Stadt der sieben Wunder“. Diese sieben Wunder Stadtilms sind:
Die Höchste Brücke Thüringens: Zwischen den Türmen der Stadtkirche befand sich bis zu Renovierungsarbeiten in den Jahren 1899 bis 1903 ein
hölzerner Übergang, welcher sich in einer Höhe von 398 m ü. NN befand. In der Abbildung der Kirche auf dem Stadtwappen ist der Übergang noch
heute zu sehen.
Die so genannte Krypta im heutigen Rathaus ist keine eigentliche Krypta, sondern wahrscheinlich das ehemalige Refektorium (Speisesaal) aus der Zeit,
in der das Gebäude als Kloster genutzt wurde. Er ist der letzte erhalten gebliebene Raum dieser Epoche des heutigen Rathauses. Zuletzt befand sich in
den Räumlichkeiten der Krypta die Gaststätte Ratskeller.
Gleich hinter dem Rathaus befindet sich ein weiteres „Wunder“: der größte Zinsboden Thüringens, welcher als Speichergebäude des
Zisterzienser-Klosters gebaut wurde. Um 1350 wird das Gebäude als Vorratslager für die Naturalabgaben umgebaut. Aus dieser Zeit stammt wohl auch
die Bezeichnung „größter Schweinestall Thüringens“, da oft kurzzeitig die abzuliefernden Zinsschweine in dem Gebäude untergebracht worden waren.
Ab 1890 bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg dienten Teile des Zinsbodens als Stadtgefängnis.
Die Stadtmauer, von der noch große Teile erhalten sind, wird ebenfalls zu den Wundern der Stadt gezählt. Als unregelmäßiges Fünfeck umspannte sie
mit etwa 1.560 Metern Länge eine Fläche von zirka 350 x 500 Metern in einer Höhe von mindestens vier bis zu sechs Metern. Zirka 35 Halbtürme,
mehrere Türme und vier Tore waren Teil der Befestigungsanlagen. Auf der durchschnittlich 1,70 m breiten Mauer befand sich ein 80 cm breiter
Wehrgang für die Wachen, welcher durch eine in etwa 70 cm hohe Wehrmauer abgeschlossen war. 1991 bis 1993 wurde ein Teil der Stadtmauer, der
beim Abriss eines Hauses gefunden wurde, rekonstruiert und ist jetzt Blickfang nicht nur für die Autofahrer, die auf der B 87 durch den Ort fahren.
Mit einer Fläche von 10.170 m² ist der Stadtilmer Marktplatz der größte Marktplatz Thüringens. Die längste Ausdehnung beträgt 204 Meter. Erst 1834
wurde der Marktplatz gepflastert, zuvor war der Platz unbefestigt, so dass sich bei Regen oft große Pfützen bildeten. Der auf dem Marktplatz stehende
Obelisk ist ein Denkmal, welches die Bürger der Stadt 1885 als Erinnerung an den Liedermacher und Sohn der Stadt Albert Methfessel errichtet haben.

Eine historische Hochwassermarke in Form einer Ente „Höchstschwimmende Ente Stadtilms“, welche den höchsten Wasserstand der Thüringer Sintflut
vom 29. Mai 1613 anzeigte, ist ein weiteres der Stadtilmer Wunder. Da das Gebäude, an dem sich die Ente befand, abgerissen wurde, bekam die Ente
ab 1908 (andere Quellen 1909) einen neuen Platz am Bärenwirtshaus gegenüber. Dort zeigte sie aber noch immer die ursprüngliche Höhe an. Als auch
dieses Gebäude 1968 abgerissen wurde, war die Ente nur noch im Stadtilmer Heimatmuseum zu besichtigen.

Ebenfalls nicht mehr existent ist die Klosterlinde: Im ehemaligen Klosterhof stand eine über 500 Jahre alte Linde mit acht Metern Stammumfang.
Teilweise wurde sie von Optimisten weit älter geschätzt, so feierte man 1914 ihr 800-jähriges Bestehen. Dies hätte bedeutet, dass sie 1114, zusammen
mit der (damals vermuteten) erstmaligen urkundlichen Erwähnung gepflanzt worden wäre. Im Jahre 1913 musste die alte Linde mit Drahtseilen
umschlungen, zementiert und geteert werden, um sie vor dem Verfall zu schützen, jedoch musste sie 1938 aus Altersgründen endgültig gefällt werden.